Wie die Natur uns zu Gott führen kann

September 11, 2020
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Häufig gehen wir bei unserem täglichen Weg zur Arbeit oder Spaziergang in der Nachbarschaft durch die Natur, aber wie oft halten wir inne, um ihre Schönheit oder die Gegenwart Gottes in ihr zu bewundern?

Der hl. Bonaventura schreibt in Der Weg des Geistes zu Gott: „Soweit es um den Spiegel der fassbaren Dinge geht, betrachten wir Gott nicht nur durch sie, sondern auch in ihnen, d.h. dass  Gott durch sein Wesen, seine Allmacht und seine Gegenwart in ihnen ist – und diese Art der Reflexion ist weitergehend als die vorherige. Aus diesem Grund ist diese Kontemplation der zweite Schritt der Kontemplation, durch die wir zur Kontemplation Gottes in all jenen Kreaturen geführt werden sollten, die durch unsere körperlichen Sinne in unseren Geist gelangen.“

Der franziskanische Heilige tritt in die Fußstapfen des hl. Franziskus, indem er die Gegenwart Gottes in der Natur erkennt und auch erkennt, wie die erschaffene Welt uns unweigerlich zu dem zurückführt, der sie geschaffen hat.

Der Katechismus der katholischen Kirche greift diese Gedanken auf und erklärt: „Die Schönheit der Schöpfung widerspiegelt die unendliche Schönheit des Schöpfers. Sie soll Ehrfurcht wecken und den Menschen dazu anregen, seinen Verstand und seinen Willen dem Schöpfer unterzuordnen.“

Wenn wir die Natur in diesem Zusammenhang sehen können, werden wir nicht mehr „Herren“ der Schöpfung sein, sondern gnädige Seelen, die dankbar sind für die vielen Segnungen, die Gott uns in der erschaffenen Welt gegeben hat.

Philip Kosloski – Pope’s Worldwide Prayer Network (USA & Canada)

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