OKTOBER 2018 – SPEZIELLES GEBETSANLIEGEN DES PAPSTES

September 30, 2018
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#PrayForTheChurch

Papst Franziskus bat sein Weltweites Gebetsnetzwerk darum, alle Gläubigen darin zu unterstützen, diesen Monat über intensiver zu beten.

Im Verlauf der letzten Jahre und Monate haben wir als Kirche viele schwierige Situationen erlebt; unter anderem den Skandal um den sexuellen Missbrauch sowie den Missbrauch von Macht und Vertrauen durch katholische Geistliche, Ordensleute und Laien. Hinzu kommen Spaltungen innerhalb der weltweiten Kirche. Ganz sicher sind diese Dinge vom bösen Geist geschürt, „dem Todfeind unserer menschlichen Natur“ (Ignatius von Loyola, Geistliche Übungen Nr. 136).

In der christlichen Tradition kennen wir verschiedene Bezeichnungen für das Böse: „Satan“, was im Hebräischen „Gegner“ bedeutet, oder „Teufel“, was im griechischen Ursprung „Diabolos“ heißt, derjenige, der trennt und Verwirrung stiftet. Die Bibel spricht vom „Verführer der Welt“, vom „Vater der Lüge“ oder von den gestürzten Engeln, die sich selbst als die Engel des Lichts ausgeben und im Gewand des Guten in die Täuschung führen. 

Wir erleben wie sich das Böse auf verschiedene Weise zeigt. Der Auftrag der Kirche zur Verkündigung des Evangeliums wird dadurch enorm erschwert und bisweilen diskreditiert. Ein Teil dieses Übels liegt in unserer eigenen Verantwortung. Denn Vertreter der Kirche ließen sich von Leidenschaften leiten, die nicht zum wahren Leben führen; Leidenschaften wie Reichtum, Eitelkeit und Stolz. Dies sind Mittel, mit denen der böse Verführer versucht, Menschen vom Guten wegzuführen. Zunächst gibt er gute Gedanken und Absichten ein, um uns dann Schritt für Schritt auf seine verkehrten Wege zu lenken (Zwietracht, Lügen, etc.).

Papst Franziskus erinnert uns in seinem Schreiben an das ganze Volk Gottes vom 20. August 2018: „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit.“ Wenn wir Trostlosigkeit erfahren, die von den Wunden der Kirche in uns ausgelöst werden, ist es ein gutes Mittel, sich vertrauensvoll an Maria zu wenden, „indem wir mehr Nachdruck auf das Gebet“ legen (Ignatius von Loyola, Geistliche Übungen Nr. 319), um so in allem in der Liebe und Treue zur Kirche zu wachsen. 

Den Oktober über bittet Papst Franziskus uns und alle Gläubigen darum, dass wir mehr Anstrengungen auf unser Gebet verwenden – als Einzelne und als Gemeinschaft. Er lädt uns dazu ein, täglich den Rosenkranz zu beten, dass die Jungfrau Maria die Kirche in dieser Krisenzeit beschütze. Er bittet uns auch darum, zum Erzengel Michael zu beten, dass er die Kirche vor den Angriffen des Teufels verteidige. In der geistlichen Tradition ist Michael der Anführer der himmlischen Heerscharen und der Beschützer der Kirche (Offenbarung 12,7-9).

Papst Franziskus empfiehlt, den Rosenkranz mit dem „Sub Tuum Praesidium“ zu beenden, jenem altehrwürdigen Ruf an die Gottesmutter, und außerdem das traditionelle Gebet zum Heiligen Michael anzufügen, welches Papst Leo XIII. zugeschrieben wird.

Unter deinen Schutz und Schirm

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Amen.

Gebet zum Heiligen Michael

Heiliger Erzengel Michael, beschirme uns im Kampf, schütze uns gegen die Bosheit und die Nachstellungen des bösen Feindes. „Ihm möge Gott gebieten“, so flehen wir inständig. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen mögest den Satan und alle anderen bösen Geister, welche zum Verderben der Seelen in der Welt umhergehen mit Gottes Kraft in die Hölle hinabstoßen. Amen.

Das Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes beginnt diesen intensiven Gebetsmonat am 1. Oktober, dem Gedenktag der Heiligen Thérèse von Lisieux (der „kleinen Thérèse“).

Frédéric Fornos SJ – Internationaler Direktor
Luis Ramirez SJ – Internationaler Assistent
Gemeinsam mit dem Team des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes

Original: Spanisch

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2009 haben dafür gebetet

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